| . | . | Bedingung / Folge | Rate / Zustandsgröße / Bezugspunkt |
| Name:
Erläuterung
des |
gemeint ist die klimatisch bedingte natürliche
Wasserverfügbarkeit, also sowohl natürliche Wasserquellen
(meint artesische Brunnen, Grund- bzw. Tiefenwasser,
Oberflächenwasser u.ä.) als auch Niederschlag; im Untersuchungsgebiet ist im Prinzip genug Wasser vorhanden:
regional unterschiedlich schwanken die Niederschläge zwischen
600 mm/a in der Küstenregion und 900 mm/a im Landesinneren,
der höchste Niederschlag ist mit 2.000 mm/a in höher gelegenen
Regionen in Westceará zu verzeichnen (Vgl. Statusbericht Bd. I,
S. 8 ff) "In großen Bereichen von Piauí befinden sich auch ergiebige, qualitativ hochwertige Grundwasservorkommen (in mehr als 100 m Tiefe)." (WAVES-Statusbericht Bd. I, S. 22) fehlende natürliche Wasserverfügbarkeit führt
zu
Trockenheitskrisen und Dürreperioden: El-Niño-Phänomen / ENSO-Phänomen; Veränderung der innertropischen Konvergenzzone führt zu veränderten klimatischen Bedingungen (Temperatur / Niederschlag etc.); es ist noch nicht erwiesen, daß es durch klimatische Veränderungen im NO Brasiliens tatsächlich weniger Niederschlag geben wird | natürliche
Wasserverfügbarkeit ist
eine Zustandsgröße
semiarides Gebiet ist ein Bezugspunkt Niederschlag ist eine
Rate: Liter je qm pro
Jahr | |
| Erläuterung der | . | natürliche Wasserver- fügbarkeit ist | . |
| Beziehung: | Vegetation nimmt Einfluß auf klimatische Gegebenheiten, die wiederum Einfluß auf die natürliche Wasserverfügbarkeit nehmen, so wird ein Zusammenhang zwischen der Abholzung des amazonischen Regenwaldes und dem lokalen Klima in der Untersuchungsregion vermutet; gleichzeitig kann die Verdunstung von Wasser durch eine geschlossene Pflanzendecke minimiert werden | über klimatischen Gegebenheiten Folge von Vegetation | |
| die Vegetation ist auf die natürliche Wasserverfügbarkeit angewiesen, Trockenheit ist ein Auslöser für Trockenstreß der Vegetation | (insbesondere Niederschlag ist) eine Bedingung der Vegetation | ||
| die Bedingungen der natürlichen Wasserverfügbarkeit sind ausschlaggebend für die Planung und Umsetzung der Wasserbereitstellung; um die großen Niederschlagsmengen der Regenzeit auch während der Trockenzeit nutzen zu können, ist es notwendig, Wasserbevorratung in Wasserreservoirs zu betreiben | eine Bedingung für Wasserbereitstellung | ||
| je geringer die natürliche Wasserverfügbarkeit ist, desto größer sind Aufwand bzw. Kosten der Wasserversorgung | eine Bedingung für Aufwand und Kosten der Wasserversorgung | ||
| fehlende natürliche Wasserverfügbarkeit
führt zu Migration Bevölkerung wandert zu Verwandten ab, die nicht in von Trockenheitskrisen betroffenen Regionen wohnen (zirkuläre Migration) | mangelnde natürliche Wasserverfügbarkeit (Trockenheit) ist eine Bedingung für Migration | ||
| soziale und wirtschaftliche Drucksituation wird durch die sich verschlechternde Einkommenssituation in Trockenzeiten bedingt; nach einer Trockenheitskrise ist der Rückschlag kaum aufzuholen | eine Bedingung für soziale und wirtschaftliche Drucksituation | ||
| . | die natürliche Wasserverfügbarkeit (Klima / Hydrologie) spielt für die landwirtschaftliche Produktion eine große Rolle | eine Bedingung für Landwirtschaft | . |
| Wasser ist kein Allgemeingut, durch Landbesitz erhält man auch Besitz an Quellen und Wasserläufen, vorausgesetzt, daß natürliche Quellen dort vorhanden sind | eine Bedingung für Wasserbesitz | ||
| natürliche Wasserverfügbarkeit ist
neben der technischen
Wasserbereitstellung eine Möglichkeit, um Wassernutzung
realisieren zu können, bei exzessivem Wassergebrauch sinkt die
natürliche Wasserverfügbarkeit die Nachhaltigkeit des Wassergebrauchs bemißt sich an dem Verhältnis von Wasserverbrauch und natürlicher Erneuerungsrate | sowohl Folge als auch Bedingung für Wassergebrauch | ||
| . | . | Bedingung / Folge | Rate / Zustandsgröße / Bezugspunkt |
| Name:
Erläuterung
des |
meint die technische Wasserverfügbarmachung, dazu
gehören
auch Trinkwassernetz, Brauchwasserentsorgung,
Wasserbohrung, Wasserreservoirs; die jahreszeitlichen Schwankungen der Niederschläge erschweren die kontinuierliche Wasserbereitstellung (vgl. Wasserverfügbarkeit) die Notwendigkeit der technischen Wasserverfügbarmachung
und Wasserbereitstellung orientiert sich am Wasserbedarf; im Management treten häufig Schwierigkeiten auf, dies
betrifft
vor allem die Dimensionierung der Anlagen und die Abschätzung
des zu erwartenden Wasserbedarfs; | Wasserbereitstellung ist
eine Zustandsgröße
Wasserbedarf ist ein Bezugspunkt für Wasserbereitstellung und Wassergebrauch Rate: Liter je Person pro Jahr Wasserbedarf ist eine
Rate (m3 je Person und
Jahr )-sowie ein
Bezugspunkt zu | |
| Erläuterung der | . | Wasserbereitstellung ist eine | . |
| Beziehung: | die Bedingungen der natürlichen Wasserverfügbarkeit sind ausschlaggebend für die Planung und Umsetzung der Wasserbereitstellung; um die großen Niederschlagsmengen der Regenzeit auch während der Trockenzeit nutzen zu können, ist es notwendig, Wasserbevorratung in Wasserreservoirs zu betreiben | Folge natürlicher Wasserverfügbarkeit | |
| staatliche Hilfsprogramme zielen häufig auf den Aufbau (Bohrung, Planung, Erschließung etc.)von Wasserversorgungssystemen (Wasserprojekte), der Hauptanteil der Kosten wird durch den Staat getragen; ein Teil wird dadurch gedeckt, daß im Rahmen von Landreformprojekten zukünftige Kooperativenbauern kostenfrei bei der Errichtung der Wasserversorgungsanlage mitarbeiten und so Anteile an der Anlage erwerben | Folge von staatlichen Hilfsprogrammen | ||
| Wasserbereitstellung ist neben der natürlichen Wasserverfügbarkeit eine Möglichkeit, um Wassernutzung realisieren zu können | Bedingung für Wassergebrauch | ||
| im Wasserversorgungsbereich (Wasserbereitstellung) sind Arbeitsplätze angesiedelt; beim Aufbau von Wasserversorgungssystemen entstehen vorübergehend, aber nicht dauerhaft Arbeitsplätze | Bedingung für Arbeitsplätze | ||
| wo die natürliche Wasserverfügbarkeit nicht ausreicht, kann bei hinreichender Infrastruktur (Wasserbereitstellung) Bewässerungslandwirtschaft betrieben werden | Bedingung für Landwirtschaft | ||
| sowohl der Aufbau als auch der Betrieb von Wasserversorgungsanlagen verursacht Aufwand bzw. Kosten | Bedingung für Aufwand und Kosten der Wasserversorgung | ||
| die Sicherstellung der Wasserversorgung ist eine zentrale Voraussetzung für die Seßbarmachung | Bedingung der Seßbarmachung | ||
| Bedingung / Folge | Rate / Zustandsgröße / Bezugspunkt | ||
| Name:
Erläuterung
des |
Aufwand und Kosten der Wasserversorgung meint die Kosten bzw. den nichtmonetären Aufwand der Wasserverfügbarmachung während der größte Teil der Kosten des Aufbaus von Wasserversorgungsanlagen durch den Staat getragen wird, ist die Finanzierung der Betriebskosten nach Übergabe an kommunale oder private Betreiber i.d.R. problematisch in der Stadt ist der Wasserpreis gering, in ländlichen Regionen gibt es kein Wassergeld (Sozialwissenschaftler); ein Wasserpreis in Geldform kann nur in einem monetären System erhoben werden; derzeit wird über den Wasserpreis nur ein geringer Teil der Wasserkosten gedeckt | Rate ??
Wasserpreis: Geldwert | |
| Erläuterung der | Aufwand und Kosten der Wasserversorgung sind | ||
| Beziehung: | sowohl der Aufbau als auch der Betrieb von Wasserversorgungsanlagen verursacht Aufwand bzw. Kosten | Folge der Wasserbereitstellung | |
| je geringer die natürliche Wasserverfügbarkeit ist, desto größer sind Aufwand bzw. Kosten der Wasserversorgung | Folge der natürlichen Wasserverfügbarkeit | ||
| Wasser gilt im Untersuchungsgebiet nicht als
Allgemeingut; wenn Wasser vom Besitzer "verkauft" wird, erhöhen sich für die Nutzer die "Kosten" der Wasserversorgung | Folge von Wasserbesitz | ||
| sind Aufwand bzw. Kosten der Wasserversorgung
hoch, können
sie zu einer Reduzierung des Wassergebrauchs beitragen; nach Ansicht der Experten kann über den "Preis der Ware Wasser" eine verträglichere Nutzung erreicht werden | Bedingung für Wassergebrauch | ||
| Name:
Erläuterung
des |
Wasser ist kein Allgemeingut, | Wasserbesitz ist eine
Zustandsgröße (m3 je qm Fläche) | |
| Erläuterung | . | Wasserbesitz ist eine | . |
| der Beziehung: | Wasserbesitz setzt voraus, daß natürliche Quellen und Wasserläufe auf dem Land vorhanden sind | Folge von natürlicher Wasserverfügbarkeit | |
| durch Landbesitz erhält man auch Besitz an dem auf diesem Land befindlichen Wasser | Folge von Landbesitzstrukturen | ||
| wenn Wasserquellen in Besitz von Privateigentümern sind, kann durch "Verkauf" von Wasser ein zusätzliches Einkommen realisiert werden | Bedingung für die Einkommenssituation | ||
| Wasser gilt im Untersuchungsgebiet nicht als
Allgemeingut; wenn Wasser vom Besitzer "verkauft" wird, erhöhen sich für die Nutzer die "Kosten" der Wasserversorgung | Bedingung für Aufwand und Kosten der Wasserversorgung | ||
| . | . | Bedingung / Folge | Rate / Zustandsgröße / Bezugspunkt |
| Name:
Erläuterung
des |
Wassergebrauch meint die Verwendung von Wasser sowohl
Wassergebrauch schließt auch den mehr oder weniger
verschwenderischen Umgang mit Wasser ein - verfügen die
Menschen über viel Wasser, gehen sie damit verschwenderischer
um; In den ländlichen Regionen wird einerseits "Wasser allgemein
als
ein wertvolles, lebenserhaltendes Gut anerkannt, dessen
Vorkommen, Verfügbarkeit und subjektiv definierte Qualität
genau beobachtet wird. Andererseits bewirken fehlende
Kenntnisse, Überbetonung von kulturbedingten Bewertungen,
aber auch Nichtberücksichtigung von Erfahrungen (...), daß sich
keine optimierten Hygiene- und Gesundheitsstandards bezüglich
Trinkwasser im Bewußtsein der Befragten durchsetzen." Dies ist
in Anbetracht der immer wieder auftretenden Krisen in der
Wasserversorgung nicht verwunderlich: "Wenn Wassermangel
vorherrscht, reduziert sich die Frage der Wasserverfügbarkeit auf
das Vorhanden- bzw. Nichtvorhandensein und hygienische
Standards und Qualitätskriterien treten in den Hintergrund." die Nachhaltigkeit der Wassernutzung bemißt sich an dem Verhältnis von Wasserverbrauch und natürlicher Erneuerungsrate | Wassergebrauch ist
eine Rate
der nachhaltige Wassergebrauch orientiert sich an der Erneuerungsrate physisches Existenzminimums ist ein Bezugspunkt zu Wassergebrauch Wasserbedarf ist eine
Rate (m3 je Person und
Jahr )-sowie ein
Bezugspunkt zu | |
| Erläuterung | . | Wassergebrauch ist | . |
| der Beziehung: | Wasserbereitstellung ist neben der natürlichen Wasserverfügbarkeit eine Möglichkeit, um Wassernutzung realisieren zu können | Folge von Wasserbereitstellung | |
| eine hohe Bevölkerungszahl bedingt einen hohen Wassergebrauch | eine Folge der Bevölkerungszahl | ||
| landwirtschaftliche Produktion führt zu Wassergebrauch | eine Folge der Landwirtschaft | ||
| sowohl in der Landwirtschaft als auch in der industriellen Produktion geht mit Arbeitsplätzen der Gebrauch von Wasser einher | eine Folge von Arbeitsplätzen | ||
| natürliche Wasserverfügbarkeit ist
neben der technischen
Wasserbereitstellung eine Möglichkeit, um Wassernutzung
realisieren zu können, bei exzessivem Wassergebrauch sinkt die
natürliche Wasserverfügbarkeit; die Nachhaltigkeit des Wassergebrauchs bemißt sich an dem Verhältnis von Wasserverbrauch und natürlicher Erneuerungsrate | Folge und Bedingung der natürlichen Wasserverfügbarkeit | ||
| sind Aufwand bzw. Kosten der Wasserversorgung
hoch, können
sie zu einer Reduzierung des Wassergebrauchs beitragen; nach Ansicht der Experten kann über den "Preis der Ware Wasser" eine verträglichere Nutzung erreicht werden | eine Folge des Aufwands und der Kosten der Wasserversorgung | ||
| um die tiefer gelegenen qualitativ hochwertigen Grundwasservorkommen (in mehr als 100 m Tiefe) erschließen zu können, ist ein enormer Erschließungsaufwand notwendig, dieser und die entstehenden Wartungskosten können von vielen Kleinnutzern nicht getragen werden (Vgl. WAVES-Statusbericht Bd. I, S. 22f) | eine Folge der Einkommenssituation | ||
| die Nachhaltigkeit der Wassernutzung kann als
Ziel in der
Naturschutzgesetzgebung festgelegt werden nach Ansicht der Experten existiert in Brasilien eine recht gute Naturschutzgesetzgebung, allerdings läßt sich ihre Umsetzung nicht immer bewerkstelligen | über die Naturschutz- gesetzgebung eine Folge der politischen Strukturen |